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Kirchen in Neapel

 
 

Dom des hl. Januarius (Duomo San Gennaro)

Adresse: Via Duomo Tel. 081 449 097, Öffnungszeiten: Besichtigungszeiten der Ausgrabungen unter dem Dom: werktags 9 - 12 Uhr u. 16.30 - 19 Uhr; an Feiertagen 9 - 12 Uhr.
Öffnungszeiten können sich kurzfristig ändern.

Das religiöse Zentrum Neapels bildet der Dom San Gennaround und ist der Ort des bekannten Blutwunders.

"Dem heiligen Januarius, durch das Wunder seines Blutes vor Hunger, Krieg, Pest und dem Feuer des Vesuvs gerettet, Neapel, seinem Mitbürger, Patron, Beschützer."

Diese Inschrift befindet sich vor dem rechten Seitenschiff an der Cappellla del tesoro di San Gennaio,
in der sich das Blut des Heiligen befindet.

1315 wurde der Dom in Gegenwart von Roberto d'Angiò und der Königin Sancia eingeweiht.

San Gennaro war Bischof von Benevent und wurde um 305 während der Christenverfolgungen von
Diokletian enthauptet.

Der Legende nach, hat eine Frau das Blut des Märtyrers direkt nach seinem Tod in einer Ampulle aufgefangen und aufbewahrt.

Zum ersten Mal soll sich das Blutwunder 313 n. Chr, ereignet haben und wiederholt sich seitdem jedes Jahr im
Mai und September. Die Gebeine und das Blut des Märtyrers wurden in den Katakomben San Gennaro beigesetzt.

Die sterblichen Überreste und das Blut des S. Gennaro befanden sich im 9. Jahrhundert in
einer kleinen Kapelle neben einer Kirche, an deren Stelle im 14. Jahrhundert der Dom errichtet wurde.

Die Ampulle mit dem getrockneten Blut befindet sich seit 1646 in der Kapelle des Doms
(cappellla del tesoro di San Gennaio) am rechten Seitenschiff.

Seit dem Ende des 15. Jh. ist sie der eigentliche Ort des von einer ekstatischen Zeremonie begleiteten Blutwunders.

Der dreischiffige Hauptbau des Doms hat eine barocke Ausstattung. Zahlreiche Grabstätten von kirchlichen und weltlichen Herrschern befinden sich darin.

Besichtigen Sie auch die prachtvoll ausgeschmückte Kapelle Santa Restituta die sich links vom Eingang befindet.

Sie ist 320 als erste christliche Basilika in Neapel erschaffen worden.

Von dieser Kapelle gelangt man zu den archäologischen Ausgrabungen unter dem Dom und zum Baptisterium,
das von einer Kuppel mit Mosaiken überzogen wird.

   
  

Kapelle und Museum San Severo (Cappella San Severo)

Adresse: Via F. De Sanctis, 19. Tel. 081 - 551.84.70,
Öffnungszeiten: 1. Nov. - 30. Juni: 10 - 17 Uhr; Juli - 31. Okt.: 10 - 18 Uhr Feiertage: 10 - 13.30 Uhr;
Oster- und Weihnachtszeit: 10 - 19 Uhr; Dienstags geschlossen;
Öffnungszeiten können sich kurzfristig ändern.

Im Jahre 1608 - 1611 wurde diese faszinierende Kapelle im Auftrag von Alessandro di Sangro als Grabkapelle gebaut.

Sie befindet sich in der Altstadt Neapels. Geheimnisvolle anatomische Maschinen,
die von Prinz Raimondo de Sangro (1710 - 1771) erfunden wurden, sind hier beherbergt.

Hierbei handelt es sich um zwei Skelette, die auf mysteriöse Weise in ein Geflecht aus
versteinerten Adern eingesponnen wurden.

Der Alchimist und Wissenschaftler "De Sangro" hat die Kapelle 200 Jahre nach ihrer Gründung mit
seinen außergewöhnlichen künstlerischen und wissenschaftlichen Elementen ausgestattet.

Wunderschöne barocke Plastiken aus dem 17. und 18. Jh. sind außerdem zu besichtigen.

Vor allem "Der verschleierte Christus" (Cristo velato) von Sanmartino, "Die Enttäuschung" (Disinganno) von
Queirolo und "Die Keuschheit" (Pudicicizia) von Conradinier sind zu besichtigen

   
  

Kirche Gesù nuovo (Gesù nuovo)

Adresse: Piazza del Gesù, Tel. 081 - 551 86 13, Öffnungszeiten: auf Anfrage.
Öffnungszeiten können sich kurzfristig ändern

In dieser Kirche, die im späten 16. Jh. erbaut wurde, wird der heilig gesprochene Arzt Moscati verehrt.

Der Heilige Moscati wird von den Neapolitanern um die Heilung von Krankheiten und Kindersegen angefleht.

Zeugnisse über Wunderheilungen sind in einem Nebenraum der Kirche ausgestellt.

Die Diamantquader-Fassade des quadratischen Hauptbaus der Kirche entstammt einem Renaissancepalast Sanseverino, in den die Kirche 1584 integriert wurde.

Aus dem 17. und 18. Jh. entstammt die barocke Innenausstattung und das Fresko von Solimena und
sind äußerst sehenswert.

   
  

Kirche Santa Chiara (Santa Chiara)

Adresse: Via Benedetto Croce, Tel. 081 - 552 62 09, Öffnungszeiten können sich kurzfristig ändern

Zwischen 1310 und 1328 wurde diese Kirche unter der Leitung von Gagliardo Primario in Tuffstein erbaut.

Ihre Entstehung verdankt sie der frommen Königin Sancha.

Die Kirche sollte als königliche Grabstätte dienen und die Anjou-Dynastie rühmen.

Nach großen Restaurierungsarbeiten im 18. Jh. bekam die Kirche ein barockes Aussehen.

Sie wurde 1943 nach einem Bombeneinschlag fast vollständig zerstört.

Nur die Mauern aus dem 14. Jh. hielten dem zweiten Weltkrieg stand und machten eine Rekonstruktion der Kirche in ihrer gotischen Urform wieder möglich.

Hinter dem Hauptaltar liegt das Grab von Roberto I. von Angiò aus dem 14. Jh.

Zu der Kirche gehört das Konvent der Franziskaner und das der Klarissen.

Der Klarissenchor und seine 64 mit wunderschönen bunten Majoliken verkleideten Pfeiler sind äußerst sehenswert.

Auch Bänke und kleine Mäuerchen sind mit farbenfrohen Blumen- und Landschaftsbildern verziert.

   
  
Kirche Santa Maria della Sanità (auch San Vincenzo Ferreri genannt)

Adresse: Piazza Sanità

Diese Kirche ist vor allen Dingen wegen der unter ihr liegenden Gaudiosus-Katakomben bekannt.

Die Kirche wurde auf Wunsch der Dominikaner im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. n. Chr. erbaut.

Ein wundertätiges Madonnenbild aus dem 5./ 6. Jh., das in der Krypta vor
dem Grab des heiligen Gaudiosus gefunden wurde, verehrten hier die Dominikaner.

Die sterblichen Überreste des Heiligen wurden erst im 9. Jh. in die ihm geweihte Kirche auf
dem Hügel Caponapoli gebracht.

 Der Hochaltar ist das wichtigste Kunstwerk der Kirche.

  
  
   
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