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Amalfi und die Küste

  
  

Amalfi, die schönste Küste der Welt, kann wohl als eine der berühmtesten Touristenzentren Kampaniens und ganz Süditaliens bezeichnet werden. Eine schöne Küstenlandschaft mit den aufregendsten Steilufern des gesamten italienischen Mittelmeers. Die Fischersiedlungen sind mittlerweile beliebte Ferienorte geworden, während man in den Bergdörfern relativ abgeschieden ist.
Die Amalfitana, teils in den Fels gesprengt, ist die abenteuerlichste Küstenstraße Italiens. 
Sie windet sich auf halber Höhe um die schroffen Küstenhänge.
Das Meer blitzt azurblau bis smaragdgrün. Auf den Berghängen blühen Feigenkakteen und kräftige Pinien. An den weniger schroffen Berghängen leuchten die Zitrusgärten.

Amalfi war Jahrhunderte lang nur auf dem Seewege zugänglich. Bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhundert bildete sie nämlich die unwegsamste Gegend der Halbinsel von Sorrent. Die 40 km lange Straße wurde unter der Herrschaft von König Ferdinand von Bourbone erbaut.

Die sogenannte Costiera Amalfitana stellt heute ein berühmtes Juwel der Region Kampanien dar.
Hinter jeder Felsklippe entdeckt man einzigartige Landschaftsbilder, grandiose Ausblicke, steile Schluchten, türkisfarbenes Meer und einsame romantische Buchten hinter jeder Felsklippe.

Die Amalfiküste und die Stadt Amalfi werden von zahlreichen Touristen wegen seiner wunderbaren natürlichen Landschaft sowie die reich vorhandenen Kunstschätze besucht.

   

Die Zufahrt:

Mit dem Pkw: Mehrere Zufahrten zur Amalfitana sind möglich, wobei vor allem die Passstraßen über die Monti Lattari landschaftlich reizvoll ist. Bitte tanken Sie Ihren Wagen voll, denn auf der Küstenstraße sind Zapfsäulen knapp.

Die schnellste Verbindung ist über die Autobahn A3 Napoli-Salerno Abfahrt "Vietri sul Mare". Hier beginnt die Amalfitana (S 163). Der Verkehr in Vietri ist allerdings zähfließend.
Alternativen: Autobahn A 3 bereits in Angri verlassen und auf der Landstraße über San Lorenzo weiter nach Corbara fahren. Ab Corbara führt eine herrliche Bergstraße um den Gipfel des Monte Cerreto (1.316 m) auf 700m an (Pass) die über Ravello zur Amalfitnana führt.

Die andere Strecke führt von Corbara nach Tramonti (eine Berggemeinde) und anschließend durch das Tal des Gebirgsbaches Torrente Regina nach Maiori.

Weitere eindrucksvolle Zufahrten sind: 
- die Strecke von Castellamare über Gragno, Pimonte und Agerola zur Amalfitana. Langer Tunnel durch das Gebirgsmassiv der Monti Lattari und anschließend eine phantastische Serpentinenabfahrt durch das zerklüftete Furoretal zur Küste.
- von Sorrent über Sant'Agata nach Positano. Anfangs ist es eine kurvenreiche Fahrt quer über den Sorrentiner Bergrücken, wo sich aber dann hinter Fontanelle/Colli die San Pietro einem ein spektakuläres Küstenpanorama eröffnet.

Bus: Mit den blauen SITA-Bussen gelangt man an sämtliche Küstenorte. Ticketpreis: ca. € 0,95. Sie bekommen die Tickets und Fahrpläne in Bars, Läden und an einigen Hotelrezeptionen.
Die SITA-Endhaltestellen sind in Sorrent und Salerno. Die wichtigste Umsteigestelle ist Amalfi. 

Küstenfähre: Sie ist die mit Abstand genussvollste Fortbewegungsart. Die Pendelfähren haben jedoch einen stolzen Preis. Positano-Amalfi kostet z.B. € 3,65, die Fahrzeit beträgt 30 Minuten. Positani-Salerno kostet ca. 4,65 und man fährt ungefähr 1 Stunde.

   

Sehenswertes:

Steigt man links des Domes auf, gelangt man zu dem Kloster des Paradieses, das im Jahr 1260 errichtet wurde und zwei Jahrhunderte die sterblichen Überreste der amalfitanischen Patrizier geborgen hielt. Hier gibt es ein bemerkenswertes Fresko aus der Schule Giottos und verschiedene Sarkophage mit figurativen Relief-Darstellungen zu sehen. Der Vorhof, das Portal, das auf Doppelsäulen mit sich überschneidenden kleinen Bögen ruht ist ebenso bemerkenswert.

An die Piazza Flavio Gioia, schließt der Domplatz den Hauptplatz der Stadt an. Die eine Seite des Piazza Flavio Gioia, öffnet sich zum Meer hin, wo man die Überreste der Arsenale der Republik aus dem XIII. Jahrhundert erblickt. Diese sind die einzigen Zeugnisse für die amalfitanische Flotte, die an die Beziehung Amalfis zu Alexandrien, Jerusalem, Antiochien, Byzanz, Beirut, Jaffa, Tripolis usw. erinnert.

Das Gemeindemuseum, das sich im Palazzo San Benedetto, dem Rathaus befindet, ist ebenfalls sehr interessant. In diesm Museum befinden sich bedeutende Werke des amalfitanischen Malers P. Scopetta, Instrumente aus der Schule der amalfitanischen Schiffahrt und Originalskizzen von Domenico Morelli, die als Mosaikarbeiten an der Fassade des Domes ausgeführt wurden.
Die Tavola Amalfitana ist hier aufbewahrt. Sie ist der erste Navigationskodex, der die Normen durch die die Seefahrt geregelt wurde. Dieser Navigationskodex war bis zum XVI. Jahrhundert in Gebrauch und war die Grundlage aller späteren diesbezüglichen Regeln.

   
   
   

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